Rückenschmerzen
von Mag. Johannes Stöckl | Montag, 10. Oktober 2011
Neben Kopfschmerzen zählen chronische Rückenschmerzen zu den häufigsten Schmerzerkrankungen in unserer Gesellschaft.
Durch das „Signal“ Schmerz macht uns unser Körper auf eine Gefahr oder Störung aufmerksam und setzt Schadensabwehrmechanismen in unserem Körper in Gang. Schmerzen können besonders dann eine Qual sein, wenn Sie chronisch werden. Neben Kopfschmerzen zählen chronische Rückenschmerzen zu den häufigsten Schmerzerkrankungen in unserer Gesellschaft.
Was versteht man unter Rückenschmerz?
Der Begriff „Rückenschmerz“ bezeichnet kein einheitliches Erkrankungsbild, sondern steht für eine Reihe von Beschwerden wie Schmerz, Muskelverspannung und Steifheit, die meist im Halswirbelbereich (Nackenschmerzen) oder im unteren Teil des Rückens auftreten. „Ischias“ zum Beispiel nimmt im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule seinen Ausgang, dort wo die Wurzeln des Nervus ischiadicus entspringen.
Was ist der Unterschied zwischen akutem und chronischem Schmerz?
Der akute Schmerz, welcher einer raschen Maßnahme bedarf, hat eine das Leben und die Gesundheit schützende Funktion. Durch ihn kann unser Körper Störungen wahrnehmen. In den meisten Fällen verschwindet der Schmerz durch die Behebung der Ursache.
Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn die Symptome länger als 6 Wochen dauern. Der Schmerz hat seine Warnfunktion verloren, die Ursachen sind nur schwer zu beheben – zumeist kann man diese lediglich mindern.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige und richtige Bewegung: Gehen: Legen Sie kürzere Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück anstatt mit dem Auto bzw. den öffentlichen Verkehrsmitteln; benutzen Sie statt dem Fahrstuhl die Treppe. Rad fahren: Achten Sie auf einen geraden Rücken. Schwimmen: Vor allem Kraulen und Rückenschwimmen sind ideal. Beim Brustschwimmen können sich Nacken und Rücken verspannen. Jogging/Walking: Achten Sie auf gutes Schuhwerk. Die richtigen Laufschuhe verhindern Schläge in den Rücken und schonen die Gelenke.
- Wenn Sie viel sitzen, sollten Sie durch regelmäßiges Zurücklehnen die Rückenmuskulatur entspannen.
- Verharren Sie nicht länger als 30 Min. in derselben Position.
- Tragelast gleichmäßig auf die rechte und linke Seite verteilen.
- Gehen Sie beim Heben in die Knie. Beim Staubsaugen und Putzen kann durch ausreichend lange Arbeitsgeräte eine aufrechte Körperhaltung eingenommen werden, die den Rücken entlastet.
- Sorgen Sie für eine „rückenschonende“ Matratze.
- Vermindern bzw. verhindern Sie Übergewicht.
- Bei akutem Rückenschmerz hilft z. B. ein Stufenbett (Rückenlage auf harter Unterlage, dabei die gebeugten Beine auf einen Stuhl legen) bzw. ein Therapiewürfel aus dem Fachhandel für Hauskrankenpflege.
Tags: Rückenschmerzen
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